Ich habe diese fünf Menschen beispielhaft für die Darstellung im Buch ausgewählt, weil sie alle sich über die Feldenkrais-Arbeit noch einmal unterhalb des Querschnitts wahrnehmen lernten.

Bei Michael und Andrea können wir die Bewegungsanbahnung deutlich sehen. Sie verhalf ihnen dazu, noch einmal ein Gefühl für ihren Körper zu gewinnen. Sie lernten sogar auch, sich unterhalb ihrer Rückenmarksverletzung wieder aktiv zu bewegen. Dadurch zeigen sie uns, wie die Feldenkrais-Methode „funktioniert“, eine einzigartige Chance des Lernens.

Bei Werner kann ich die Erfahrungen mit den ersten beiden Klienten nutzen. Werner erlebt innerlich, wie sich Bewegungen anbahnen und kann das genau beschreiben. Auch er lernt sich wieder unterhalb des Querschnitts zu spüren  und darüber hinaus kann er bis zum Becken kontrollierte Bewegungen ausführen.

Und seit 2017 zeigt auch Lilly, dass sie sich spüren lernt, wo sie sich zuvor noch niemals wahrnehmen konnte. Darüber hinaus hat sie sich schon viele, zuvor für unmöglich gehaltene Bewegungen unterhalb ihres kompletten Querschnitts erobert. Die Erfahrungen mit den drei anderen Klienten lassen mich ihre Entwicklung noch besser verstehen und einordnen.

Ein weiteres Beispiel ist Micha. Am 16. September 2018 hatte Micha (53) einen Motorradunfall und erlitt dabei eine inkomplette Querschnittlähmung ab dem 12. Brustwirbel. Er kam im März 2020 eine  Woche lang jeden Morgen zu mir zur FI. Am 5. Tag bahnte sich auch bei ihm das CP des Kriechens an.